Die Erzgebirgsbahn verbindet Tradition mit Innovation

Leistungsfähiges Nahverkehrssystem als Motor der regionalen Entwicklung

Das Erzgebirge besitzt ein reiches kulturelles Erbe und ist geprägt von einer Jahrhunderte alten Bergbau- und Handwerkstradition, von Landwirtschaft und vielfältiger Industrie. Seit Mitte der 90er Jahre ist in unserer Region wieder ein wirtschaftlicher Aufschwung spürbar, insbesondere in und um die Oberzentren Chemnitz und Zwickau. Die Fahrzeugindustrie und deren Zulieferer haben dazu einen erheblichen Teil beigetragen. Neue Wirtschaftsunternehmen siedeln sich nun auch in den Mittelzentren an. Breiten Raum nehmen dabei neben den traditionellen Handwerksbetrieben Handel und Dienstleistungsgewerbe ein.

Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt in der Region Mittelsachsen auch der Fremdenverkehr. Denn mit seinem Brauchtum und der reizvollen Landschaft ist das Erzgebirge nicht nur in der Weihnachtszeit Anziehungspunkt für Urlauber und Tagestouristen. Die hier tätigen Verkehrsunternehmen befördern jährlich rund 110 Mio. Fahrgäste, wobei rund 40 Prozent aller Fahrgäste in der Erzgebirgsregion unterwegs sind.

Modernisierung bringt mehr Mobilität für die Menschen in der Region

Wir möchten die Erwartungen unserer Kunden erfüllen:

  • Pünktlichkeit
  • günstige Tarife
  • kurze Fahrzeiten
  • hohe Reisekultur
  • schnellere Entscheidungen
  • optimaler Kundenservice

Sicherung der flächendeckende Schienenerschließung der Region

Die Erzgebirgsbahn hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Eisenbahninfrastruktur der vier Erzgebirgsstrecken kostenoptimiert auszubauen und zu betreiben. Ob zur Arbeit oder zur Ausbildung, zur Freizeit oder zu sonstigen Anlässen soll die Bahn in der Region Chemnitz wieder zum attraktiven Mobilitätsangebot entwickelt werden.

Die Erzgebirgsbahn ist ein Teil der Verkehrslösungen für die Region Chemnitz-Erzgebirge als Gebiet mit besonderen Entwicklungsaufgaben. Die Sachsenmagistrale Dresden - Chemnitz - Hof wird zu einer leistungsfähigen Bahnmagistrale aufgewertet, auf der moderne Neigetechnikzüge bis zu 160 km/h fahren können.

Im Raum Chemnitz wird das "Chemnitzer Modell" realisiert. Auf der Pilotstrecke Chemnitz - Stollberg bringen seit Ende 2002 moderne Stadtbahnwagen die Menschen aus dem Umland umsteigefrei in die Innenstadt von Chemnitz.

Als weiterer Schwerpunkt der Eisenbahninfrastruktur im Raum Chemnitz ist die Regionalstrecke Chemnitz - Leipzig über Bad Lausick auf bis zu 160 km/h für Neigetechnikzüge ausgebaut worden.

Chemnitz - Leipzig in einer knappen Stunde

Gleichzeitig eröffnet sich damit die Möglichkeit, die RegionalExpress-Züge über den Leipziger Hauptbahnhof hinaus bis zum Flughafen Leipzig-Halle zu verlängern, um so die Region Chemnitz bahnseitig mit rund einer Stunde Fahrzeit besser als bisher anzubinden.

Neue Perspektiven für die Erzgebirgsbahn

Für das Zusammenwachsen der Region, die Vernetzung der Tourismusangebote und die Förderung der regionalen Kooperation spielt eine strukturierte, verknüpfte und gut ausgebaute Infrastruktur eine entscheidende Rolle. Für ein Urlaubs- und Naherholungsgebiet ist auch der Umweltschutz und die Luftverbesserung z.B. durch Entlastung der Straßen von Bedeutung. Bis zum Jahr 2008 sind Investitionen in den stufenweisen Ausbau der Infrastruktur vorgesehen, um die vier Strecken südlich von Zwickau und Chemnitz zu einem leistungsfähigen Nahverkehrssystem zu verknüpfen.

Die Kosten für die Infrastrukturmaßnahmen werden vom Freistaat Sachsen, dem Bund und der DB AG getragen; der Zweckverband beteiligt sich seinerseits durch die Bestellung der Verkehrsleistungen an der Finanzierung.